Behaglichkeit in den eigenen 4 Wänden – Teil 2

Behaglichkeit zu allen 4 JahreszeitenRaumtemperatur als Einflussfaktor für Behaglichkeit.

Ist die Raumtemperatur wirklich alleine maßgebend, ob wir uns in einem Raum behaglich fühlen ? Nein ! Auch Wärmestrahlung hat einen wesentlichen Einfluss.

Hier einmal ein Beispiel:

2000 m Seehöhe, auf einer Skihütte beim Einkehrschwung an einem wunderschönen, sonnigen Skitag bei 0 Grad Außentemperatur. Alle Skifahrer haben ihre Jacken ausgezogen und laufen mit T-Shirts umher oder haben es sich in den Sonnenliegen bequem gemacht, weil es in der Sonne angenehm „warm“ ist. Nochmals sei erwähnt: 0 Grad Außentemperatur. Wir treten eine Schritt zur Seite in den Schatten und uns fröstelt. Noch immer hat die Außentemperatur 0 Grad. Ein Schritt zur Seite in die Sonne und uns ist wieder angenehm warm.

Dieses Beispiel zeigt uns, dass betreffend Wärme die Raum- (bzw. Außen-) temperatur nicht ausschließlich maßgebend ist, sondern es muss da noch andere Faktoren geben.

Behaglichkeit InstallateurDas Behaglichkeitsdiagramm zeigt uns die Beziehung zwischen Raumtemperatur, Temperatur der umgebenden Flächen und der Behaglichkeit.

Wenn ich von umgebenden Flächen sprechen, dann meine ich damit im Wohnraum den Fußboden, die Wände, die Fenster und die Decke.

 

 

Natürlich sei an dieser Stelle erwähnt, dass natürlich auch die Luftfeuchtigkeit einen wesentlichen Einfluss die oben genannte Beziehung hat. Wir gehen jetzt aber einmal davon aus, dass die Luftfeuchtigkeit im Bereich 45-60 % liegt.

Dieses Diagramm zeigt uns, dass wir selbst eine Raumtemperatur von 24 Grad C als kalt empfinden, wenn die Temperatur der umgebenden Flächen 10 Grad nicht übersteigen. Auf der anderen Seite finden wir eine Raumtemperatur von 18 Grad als zu warm, wenn die umgebenden Flächen 28 Grad haben. Zugegeben handelt es sich bei diesen Beispielen um Extreme, soll uns aber verdeutlichen, dass die Wärme der umgebenden Flächen auf das Empfinden von Temperatur wesentlichen Einfluss hat.

Das Temperaturempfinden ist subjektiv und kann natürlich geringfügig abweichen.

Wenn man jetzt noch den Umstand mitbetrachtet, dass die Reduktion von 1 Grad Raumtemperatur eine Energieeinsparung von 6 % darstellt, dann würde das in unserem obigen Beispiel  einen Unterschied von 36% Energiebedarf bedeuten – abgesehen von der gesteigerten Behaglichkeit.

D.h. es macht in der heutigen Zeit durchaus Sinn, sich mit diesem Thema näher auseinander zu setzen. Denn neben GESTEIGERTER BEHAGLICHKEIT ist es auch möglich, ENERGIE zu SPAREN.

Wie das funktioniert und unter welchen Voraussetzungen das möglich ist, erfahren Sie im nächsten Teil: Behaglichkeit in den eigenen 4 Wänden – Teil 3

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